Meine Geliebte,
an Tagen wie diesen scheint die Zeit selbst innezuhalten – als würde sie respektvoll schweigen vor dem Wunder, das uns verbindet. Der heutige Tag trägt die Erinnerung an unser Versprechen, gesprochen in der Sprache der Blicke, der Berührungen, des Herzens. Und auch wenn seit jenem Tag viele Stunden vergangen sind, spüre ich noch immer, wie mein Innerstes bei jedem Gedanken an dich vibriert.
Du bist kein Teil meines Lebens – du bist mein Leben. In deinem Lachen liegt das Echo meines Friedens, in deinem Schweigen wohnt die Tiefe, die mich erkennt, ohne dass ich mich erklären müsste. Es ist deine Nähe, die mir erlaubt, in der Welt zu bestehen, und deine Ferne, die mich sehnen lässt – nach einem Zuhause, das du in mir gebaut hast.
Es sind nicht die großen Momente, die mich sprachlos machen. Es ist dein Blick am Morgen, wenn du mir verschlafen zulächelst. Es ist die Art, wie du durch einen Raum gehst, als wäre jedes Licht dir zugewandt. Es ist die unmerkliche Wärme deiner Hand, wenn die Welt draußen kalt wird.
Wir haben uns nicht gesucht, wir haben uns gefunden – nicht weil es leicht war, sondern weil es wahr war. Und wenn ich die Jahre betrachte, sehe ich nicht nur gemeinsame Schritte. Ich sehe, wie wir uns gegenseitig gewachsen sind, durch Zweifel hindurch, durch Glück hindurch, durch alles, was uns geformt hat.
Ich bin kein Dichter, doch in deinem Namen liegt für mich Poesie. Ich bin kein Held, doch für dich wage ich mich durch alle Schatten. Du hast aus mir den Menschen gemacht, der zu lieben weiß – nicht mit Worten, sondern mit jedem Atemzug.
An diesem Hochzeitstag möchte ich dir nicht nur danken, ich möchte dir versprechen: Ich werde dich jeden Tag neu wählen. Nicht, weil ich muss, sondern weil mein Herz gar keine Wahl hat.