Mein Herz,
ich schreibe dir diesen Brief nicht, weil ich Antworten habe – sondern weil ich es nicht länger ertrage, dass das Schweigen zwischen uns lauter ist als alles, was wir uns je gesagt haben. Vielleicht sind wir gerade zwei Menschen, die sich verlaufen haben. Nicht aus Gleichgültigkeit. Sondern weil wir zu sehr gehofft haben, dass Liebe von allein versteht.
Ich weiß, dass ich dich verletzt habe. Vielleicht nicht mit Absicht, aber das macht den Schmerz nicht geringer. Manchmal hat meine Angst lauter gesprochen als mein Vertrauen. Ich habe gezögert, wo ich hätte auf dich zugehen sollen. Ich habe verteidigt, wo ich hätte zuhören müssen. Und trotzdem warst du da – geduldig, still, wartend.
Jetzt stehe ich hier mit dem, was bleibt: der unerschütterlichen Sehnsucht nach dir. Nach deinem Blick, der mich sieht, selbst wenn ich mich selbst nicht erkenne. Nach deinem Atem neben meinem. Nach all dem Unausgesprochenen, das nur du lesen kannst.
Ich will nicht recht haben. Ich will uns zurück. Nicht so, wie wir waren – sondern wie wir sein könnten, wenn wir es beide noch einmal wagen. Wenn wir einander wieder offen begegnen, ohne Rüstung, ohne Rollen.
Ich habe nicht erwartet, dass du mir gleich verzeihst. Vielleicht musst du das auch nicht sofort tun. Aber ich bitte dich darum, dein Herz für das, was wir waren – und sein können – noch einmal zu öffnen.
Denn was uns verbindet, ist größer als jeder Streit, tiefer als jede Wunde. Es ist kein Zufall, dass wir uns fanden. Es war ein stilles Versprechen, das ich nie gebrochen habe – auch wenn ich gestolpert bin.
Ich liebe dich. Nicht trotz allem. Sondern auch wegen allem, was uns gezeichnet hat.
Wenn du bereit bist, bin ich es auch.