Du,
ich weiß nicht, ob du gerade überhaupt bereit bist, mich zu lesen. Vielleicht tust du es aus Trotz. Vielleicht aus Hoffnung. Ich schreibe dir, weil ich nicht mehr schweigen kann – nicht aus Schuld, sondern aus Liebe.
Wir beide wissen: Es war nicht leicht. Es war roh, manchmal zu laut, manchmal zu leer. Und doch hat mein Herz nie aufgehört, dich zu sehen – hinter all dem Zorn, hinter der Erschöpfung, hinter deiner Verletzung, die ich zu spät erkannt habe.
Ich vermisse dich. Nicht nur dein Lächeln, nicht nur deine Nähe. Ich vermisse das, was zwischen uns lag, wenn alles still wurde: dieses wortlose Wissen, dass wir zusammengehören.
Vielleicht ist Liebe nicht das, was übrig bleibt, wenn alles schön ist. Vielleicht ist sie das, was bleibt, trotzdem. Trotz Stolz. Trotz Angst. Trotz all der Dinge, die wir hätten anders machen können.
Ich weiß nicht, wohin wir von hier aus gehen. Aber ich weiß, dass ich diesen Weg nur gehen möchte, wenn du an meiner Seite bist. Nicht als Ideal, nicht als Erlöser, sondern als Mensch – so wie du bist.
Wenn da noch etwas in dir ist, das uns nicht ganz aufgeben will, dann bitte ich dich: Sprich mit mir. Schau mich an. Lass uns nicht verlieren, was wir einst so leise und doch so tief gefunden haben.
Trotz allem: Ich wähle dich.